Blog / · Thomas Falkner

Warum unsere Website keinen Cookie-Banner hat

Warum unsere Website keinen Cookie-Banner hat

Du kennst das: Kaum öffnest Du eine Website, schiebt sich ein Banner ins Bild. "Wir nutzen Cookies, akzeptiere alles oder klick Dich durch drei Untermenüs." Lästig, allgegenwärtig und für viele längst zum Reflex geworden, einfach auf "Alle akzeptieren" zu tippen. Auf unserer Seite suchst Du so ein Banner vergeblich. Das ist kein Versehen, sondern eine bewusste Entscheidung. Und sie ist auch rechtlich sauber. Warum, das erklären wir hier.

Wofür ein Cookie-Banner überhaupt da ist

Ein Cookie-Banner ist kein Selbstzweck und auch keine reine Höflichkeit. Er ist eine rechtliche Pflicht, aber nur unter einer bestimmten Bedingung. Nach dem Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz (TDDDG, früher TTDSG) brauchst Du die Einwilligung der Besucher immer dann, wenn Du Informationen auf deren Gerät speicherst oder ausliest, die für den Betrieb der Seite nicht zwingend nötig sind.

Das betrifft vor allem zwei Dinge: Tracking und externe Dienste. Also Google Analytics, das Dein Verhalten auswertet. Den Facebook-Pixel, der Dich für Werbung markiert. Eingebettete YouTube-Videos oder Google Maps, die im Hintergrund Daten an US-Server senden. Genau für solche Fälle ist der Banner gedacht. Er holt vorab Deine Erlaubnis ein, bevor Dritte mitlesen.

Der entscheidende Punkt: Ein Banner ist nur dann Pflicht, wenn die Website auch wirklich etwas tut, das eine Einwilligung erfordert. Wer nicht trackt und keine fremden Dienste einbindet, braucht auch keine Einwilligung. Es gibt nämlich nichts, dem man zustimmen müsste.

Was unsere Website nicht tut

Wir haben unsere Seite von Anfang an so gebaut, dass genau diese einwilligungspflichtigen Dinge gar nicht erst vorkommen. Konkret heißt das:

  • Kein Tracking. Wir setzen kein Google Analytics ein, kein Matomo, kein Plausible, keinen Facebook-Pixel und kein sonstiges Analyse-Tool. Wir wissen schlicht nicht, wer Du bist oder wie Du Dich durch die Seite klickst.
  • Keine Fonts von Google. Die Schriftarten liegen direkt auf unserem Server. Es geht keine Anfrage an Google, bei der Deine IP-Adresse übertragen würde. Genau das war jahrelang eine der häufigsten Abmahnfallen.
  • Keine eingebetteten Drittinhalte. Keine YouTube-Videos, kein Google Maps, keine Social-Media-Widgets, die im Hintergrund nach Hause funken.
  • Keine Werbe- oder Marketing-Cookies. Wir verkaufen keine Werbeflächen und bauen keine Profile auf.

Alles, was Du auf der Seite siehst, kommt von unserem eigenen Server in Deutschland. Es gibt keinen Umweg über einen US-Konzern und keine versteckten Datenströme zu Dritten. Diesen Grundsatz halten wir konsequent durch, weil er für uns zum Selbstverständnis als IT-Dienstleister gehört. Wie wir das beim Dateiaustausch lösen, haben wir in einem eigenen Beitrag beschrieben.

Aber ein bisschen Cookie ist doch dabei, oder?

Ehrlich gesagt: Ja, ein einziger. Aber er ist genau von der Sorte, für die Du keine Einwilligung brauchst. Wenn Du unser Kontaktformular benutzt, setzt der Server einen technischen Sitzungs-Cookie. Der hat eine klar umrissene Aufgabe: Er schützt das Formular vor Missbrauch durch sogenannte Cross-Site-Request-Forgery, also davor, dass jemand das Absenden in Deinem Namen fälscht.

Dieser Cookie speichert keine Informationen über Dich, verfolgt Dich nicht über Seiten hinweg und wird auch nicht an Dritte weitergegeben. Er entsteht erst in dem Moment, in dem Du aktiv mit dem Formular arbeitest, und nicht schon beim bloßen Aufruf der Startseite. Genau solche technisch notwendigen Cookies nimmt das Gesetz ausdrücklich von der Einwilligungspflicht aus. Ohne sie würde die Funktion schlicht nicht sicher arbeiten.

Die Faustregel lautet: Cookies, die nötig sind, damit eine vom Nutzer gewünschte Funktion überhaupt läuft, sind erlaubt. Cookies, die Dich beobachten oder vermarkten sollen, brauchen Deine Zustimmung. Bei uns gibt es nur die erste Sorte.

Warum uns das wichtig ist

Man könnte sagen, ein Banner ist schnell eingebaut und niemanden stört es ernsthaft. Wir sehen das anders. Ein Cookie-Banner ist immer ein Eingeständnis: Hier passiert etwas mit Deinen Daten, dem Du erst zustimmen musst. Wenn wir diesen Banner weglassen können, ist das die ehrlichere Variante. Es gibt nichts zu verbergen und nichts abzunicken.

Dazu kommt der praktische Nutzen für Dich. Keine Klickstrecke, kein Verdeckter Inhalt, keine Frage, was Du eigentlich gerade erlaubst. Die Seite lädt, und Du kannst sie sofort nutzen. Datenschutz heißt für uns nicht, möglichst aufwendig um Einwilligung zu bitten, sondern erst gar keine Daten zu sammeln, die diese Einwilligung nötig machen.

Als Unternehmen, das seine Kunden zu Datenschutz, sicherer Infrastruktur und digitaler Souveränität berät, finden wir: Dieser Anspruch sollte auch für die eigene Website gelten. Nicht nur auf dem Papier in der Datenschutzerklärung, sondern überprüfbar im Code.

Fazit

Ein Cookie-Banner ist kein Qualitätsmerkmal, sondern die Folge davon, dass eine Website trackt oder fremde Dienste einbindet. Wer darauf verzichtet, braucht keinen Banner. Wir haben unsere Seite genau so aufgebaut: Ohne Analyse-Tools, ohne externe Schriften, ohne eingebettete Drittinhalte. Der einzige Cookie ist technisch notwendig und schützt Dein Kontaktformular. Mehr nicht.

Du willst Deine eigene Website oder IT datenschutzfreundlich aufstellen, ohne Dich durch Banner und Grauzonen zu kämpfen? Dann lass uns darüber sprechen.

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